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tafel2aEntstehung der heutigen Geländeform

Die heutige Geländeform des unteren Vilstals ist geprägt von der, den engen Talraum fast ganz ausfüllenden, Vils und den sich hier beiderseits erhebenden Hangbereichen. Wenige Kilometer flussabwärts fließt die Vils durch einen geräumigen Talgrund, der durch sanft ansteigende Hügel begrenzt wird. Hervorgegangen ist diese Landschaftsform aus einer ursprünglich homogenen Oberfläche beiderseits der heutigen Donau mit einem Sockel aus kristallinen Gesteinen wie Gneisen, Quarzen und Graniten. Vor etwa 20 Millionen Jahren hob sich dann allmählich der Bayerische Wald. Jura- und Kreideablagerungen wurden weitgehend abgetragen. Über die Quarzschottermassen lagerte sich dann vor einer Million Jahren eine Schicht aus Löß und Lößlehmen, die im unteren Vilstal noch sehr mächtig ist. Im Bereich von Pleinting und Mattenham taucht das Grundgebirge schließlich unter die jüngeren Ablagerungen ab. Vils und Donau bahnten sich ihren Lauf, indem sie zunächst die weicheren Jura- und Kreideschichten erodierten und sich schließlich weiter tief in den Granit einschnitten und so die engen Täler von Donau und Vils schufen. In den enstandenen schmalen Tälern mit steilen, meist von Wald bestandenen Hängen trat der Granit offen zutage und bot sich so für den Abbau an.

 

Art und hohe Qualität des Granits

Granit ist eines der häufigsten Gesteine der Erdkruste. Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen "granum" (Korn) ab. Aktuell gilt die Bezeichnung "Granit" für alle harten Naturgesteine, sofer sie poliert werden können. Granit wurde in beträchtlicher Tiefe innerhalb der Erdkruste aus Magma oder durch chemische Veränderung vorhandener Gesteine gebildet. Hauptbestandteile des Granits sind Feldspat, Quarz und Glimmer. So vielfältig die Zusammensetzung der unzähligen Granitsorten ist, so verschieden sind deren optischer Eindruck, der Materialeigenschaften und damit auch deren Verwendbarkeit.

 

Eigenschaften des Vilstaler Granits

Granitquader aus dem Sollasöder-Bruch erwiesen sich schon zu Beginn des Abbaus etwa 1860 wegen ihrer großen Härte als untauglich für eine Verwendung als Hausteine, aus denen von Hand Formsteine beim Mauer- oder Brückenbau, wie auch für die Fassadengestaltung oder Verblendungen gefertigt wurde. Um so geeigneter war der hier vorgefundene fein- bis mittelkörnige Granit (Massivgranit) - auch wegen seienr fast rechtwinkligen Spaltbarkeit - als Straßenbaustein.

 

tafel2bLieferung für prominente Bauten

Die hervorragende Qualität als Pflasterstein wurde deutlich, als 1860 der Vilshofener Granit für die Pflasterung der heutigen Straße und der Maximiliansbrücke in München durch seine große Härte bessere Eigenschaften vorweisen konnte als der von 54 Mitbewerbern und deshalb den Zuschlag erhielt. Damit war der langfristige Absatz der Pflastersteine aus dem Vilstal gesichert. Allein die Stadt München bestellte für die Dauer von sechs Jahren 200 000 Steine jährlich. Auch nach Landshut, Freising, Ingolstadt und Augsburg wurde Granit aus Vilshofen geliefert. Die Ausweitung des Granitabbaus im Vilstal die zwangsläufige Folge.

 

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